Blog AdministrationBlogs von FreundenStatistics205 entries written
Letzte Google Suche die hierher fandTop Referrers |
Tuesday, January 11. 201111.1. Ararat - (viel Regen) - Ballarat
Kilometerstand: 449228
Was will man bei dem Wetter machen? Zum Glück hatten wir den Pool bereits am Vortag genutzt, heute war kein Pool vonnöten, um durch und durch nass zu werden. Und wir haben nur einen Knirps dabei! Passenderweise hatten wir für den heutigen Tag bisher nur eine Attraktion fest eingeplant: das Chinamuseum in Ararat. Ararat wirbt selbst tatkräftigst damit, die einzige Stadt Australiens zu sein, die von Chinesen gegründet wurde. Das ganz war ungefähr so: der Staat Viktoria wollte zu Goldgräberzeiten den Zustrom von Chinesen per Schiff unterbinden und so musste jeder Kapitän für jeden männlichen Chinesen, der in Viktoria von Bord geht 10 Pfund bezahlen. Um das zu umgehen (die Leute wollten ja reich werden und waren es nicht schon) wurden die Chinesen am ersten Ort östlich von der Grenze Viktorias zu South Australia abgesetzt und mussten erstmal 500km zu den Goldgräberstätten laufen. Was ein Spaß... Anscheinend waren sie irgendwann mal in ihrer Gruppe unterwegs und haben an einem Bach Pause gemacht und haben dort dann Gold gefunden. Die ersten Funde waren wohl immer so groß, dass man Faustgroße Nuggets finden konnte. Hätt ich auch gerne mal gemacht Aber insgesamt hätte man doch jetzt erwartet, dass Ararat sehr chinesisch geprägt ist und das Museum von Chinesen geführt wird. Um die Wahrheit zu sagen: ich habe keinen einzigen Chinesen gesehen oder irgendetwas asiatisches in Ararat außer diesem Museum! Zum Glück war es nicht teuer! Nach dem Eingangsfilm konnte man sich nämlich den Rest vom Museum sparen... Weiter gings auf der Straße nach Ballarat. In dem Gold-Hype damamls war das wohl eine der großen Goldgräberstädte. Bis wir dort waren, war es dann allerdings doch schon etwas spät (ab 17 Uhr werden hier in sämtlichen Attraktionen und Campingplätzen bereits die Gehsteige hochgeklappt), wir bekamen aber noch Tickets für die Abendshow von Sovereign Hill "Blood on the Southern Cross". Sovereign Hill ist ein Nachbau der Goldgräberstadt, in der man durchlaufen, die Läden anschauen und bei vielen Aktionen mitmachen kann (dazu morgen mehr). Jeden Abend läuft dann noch diese genannte Show. Wir dachten die laufen mit uns durch die Stadt und dann wird mit Schauspielern was vorgeführt und man wird vielleicht eingebunden oder so. Denken wird man ja wohl noch dürfen! Am Ende wurden wir mit einem zugartigen Bus einmal durch die Stadt gekarrt und bis ans Ende der Stadt zu einem Extrabereich gebracht. Dort wurde dann die Geschichte der Eureka Stockade erzählt (die Goldgräber wehrten sich gegen die ungebührlich hohen Preise für die Goldgräberlizenzen, wurden im Endeffekt aber vom Militär niedergemetzelt), allerdings nicht mit Schauspielern, sondern man wurde zu einem quasi Open-Air-Theater geführt, dann ging der Vorhang auf und es war eine echte Landschaft mit Zelten der Goldgräber und Einrichtungen der Soldaten zu sehen, sowie das Eureka-Hotel. Durch Ton und Technik wurde man "life" durch die Geschichte geführt. Mal hörte man eine Goldgräberfamilie sich in ihrem Zelt unterhalten und je nachdem wo die Personen waren, hörte man von dort auch ihre Stimmen und der Bereich wurde erhellt. Brüllte ein Betrunkener nachts vorm Eureka-Hotel und bollerte gegen die Tür, so blitzte die Tür mehrmals kurz nacheinander im Licht auf, um dieses zarte anklopfen zu symbolisieren. Ich war beeindruckt, wieviel man durch Ton und Lichteffekte machen kann, als am Ende dann aber die Soldaten das Lager stürmten, spätestens da hat dann einfach doch was gefehlt, das wirkte nicht mehr so dramatisch. Mein Tipp: man kann sein Geld besser ausgeben! Sunday, January 9. 20119.1. Jimmy Creek (Grampians) - janz weite Strecke - Halls Gap - Smith Hill (Grampians)
Kilometerstand: 449046
Was macht man in so einem tollen Nationalpark? Ne Runde wandern natürlich. Nur ist das hier leichter gesagt, als getan! Es gibt wohl einige Wanderwege, bis man die allerdings gefunden hat und weiß wo die losgehen... die besten Karten erhält man direkt am Eingang zum Wanderweg. Diese sind sehr detailliert und eignen sich bestens um abfotographiert zu werden, damit man unterwegs weiß, wo es lang geht Ansonsten ist es für die Aussies auch eher so, dass man am besten ganz viele Aussichtspunkte hat, die mit dem Auto anfahrbar sind oder so, dass man vom Auto maximal nen Kilometer noch laufen muss. Unser von uns auserkorener Wanderweg (die "Wonderland Loop") began in Halls Gap ("the centre of the grampians") und führte über die Splitter Falls (putzig, Wasserfälle? Naja, Wasserfällchen), die Venus Baths (in denen man nicht baden darf) ![]() und durch wildeste Wildnis (kein Sarkasmus hier) über steinige Wege und schiefe Felsen ![]() erstmal zum Wonderland Carpark! Von hier aus treten die Lauffaulen den Wanderweg mit Flipflops ("Thongs" - gebt das mal in dict.leo ein!) durch den Grand Canyon an. Den Grand Canyon? Japp, was wir in den USA schon nicht geschafft haben (dort waren wir nur bei Sonnenuntergang an der Südkante), war hier ein Kinderspiel: einmal den kompletten Grand Canyon durchlaufen! ![]() Der Begriff mag ein wenig größenwahnsinnig sein, aber der Canyon ist allemal schön (nur nicht so rot wie in Amiland). Der Schlussanstieg (die letzten "paar" Höhenmeter inklusive) hatten es dann doch noch ganz gut in sich. Der Ausblick entlohnte aber ganz gut. ![]() Auch der Abstieg, der recht heftig war (meine Knie fingen an zu zittern, sobald ich stehen blieb!), wurde ausreichend belohnt. Unten im Tal, in Halls Gap, grasten einige Wallabies und endlich sahen wir auch mal Kängeruhs ![]() Knuffige Tiere, selbst wenn sie sich gerade am Allerwertesten kratzen... ![]() Später an unserem Zeltplatz für die Nacht (etwas weiter nördlich in den Grampians - Smith Hill Campground) konnten wir noch mehr Wallabies und ein Kängeruh beobachten. Inzwischen find ich Kängeruhs garnicht mehr so toll. Wall-a-bies!!! *leuchtende-Augen* Vergleicht doch mal selbst: lieber ein süßes, knuffiges Wallaby oder ein hundeartiges böse dreinblickendes Kängeruh? ![]() So, jetzt habt ihr alle etwas für die Nacht zum grübeln, schlaft schön! Saturday, January 8. 20118.1. Warrnambool - Dunkeld - Jimmy Creek (Grampians)
Kilometerstand: 448997
Warrnambool Heritage Village: wenn nicht gerade Walsichtungs-Saison (Mai-Oktober) ist, dann ist das anno-dazumal nachgebaute Dorf die Hauptattraktion vom Ort (behaupte ich mal - diese kleine Kirmes unten am Hafen mit maximal 6 Fahrgeschäftenkann es ja wohl nicht sein!). Zuerst kommt man in ein kleines Museum, in dem man so gut wie alles zu den Shipwrecks aus der Umgebung erfährt. Dies ist hier wie bereits gesagt, ein seeehr beliebtes Thema. Lustig fand ich dort allerdings die Cartoons zu jeder Persönlichkeit auf dem Schiff: ![]() Danach geht es ab durchs Dorf: sehr putzig nachgebaut, mit einer Kirche, die so klein ist wie jedes andere Haus (dafür echtes Inneninventar), Läden für jeden Bedarf (Waren, Schmied, Segeltuchmensch, Druckerei und Arzt) und sogar ein kleiner Hafen, in dem ein Segelboot und ein Dampfer liegen. Das ganze wird schließlich von den zwei schnuckeligen Leuchttürmen abgerundet, die sich in der Größe allerdings nur dadurch vom restlichen Dorf unterscheiden, dass sie auf dem Hügel über dem Rest stehen. Allerdings ist nur einer der Leuchttürme begehbar und es können jeweils nur gleichzeitig 4 Leute hoch (!) - bezeichnend für die Größe ![]() Insgesamt waren die einzelnen Häuser aber echt toll, man konnte überall reingehen, es war auch alles (soweit ich das beurteilen kann) authentisch eingerichtet und für die Kinder gab es noch dazu eine Schnitzeljagd einmal quer durch, mit Rätseln, die manchmal garnicht so leicht waren. Hier ein Blick in die Schmiede und die örtliche Bar. Sieht es nicht aus, als hätte der Schmied nicht gerade erst seine Stube verlassen und als wären die letzten Gäste noch nicht aus der Bar gegangen? ![]() Für meine Mom und für alle anderen, die mal Lehrer werden wollen, hier ein Auszug den Regeln für Lehrer aus der örtlichen Schule. Anmerkung: es waren keine Regeln für Schüler ausgehängt, nur für Lehrer! ![]() Die Zeit saß uns allerdings etwas im Nacken, es war mittlerweile bereits 15 Uhr und wir wollten noch vor 17 Uhr in Dunkeld sein, damit wir in der Touri-Info noch Information übe den Grampians Nationalpark erhalten. Und so verließen wir an diesem Tage die Great Ocean Road (wir waren allerdings auch schon kurz vor ihrem Ende) und bogen nach Norden ab, ins Landesinnere zum eben genannten Nationalpark. Das klingt jetzt alles so friedlich... wir fahren ebenmal so durch die Gegend, aber man darf dann eben auch doch mal erfahren, dass gewisse Warnschilder vor Wildwechsel doch ihren Grund haben! Kurz nach der Einfahrt zum Grampians Nationalpark sprang ein nicht-allzu-kleines Emu plötzlich aus dem Gebüsch auf die Straße! Huiiiiiiiiii... drehte sich allerdings gleich wieder um (war wohl selbst ein bischen erschrocken) und hoppste zurück in den Wald. Puha, Glück gehabt! Im Größenvergleich mit mir hätte mich das Emu um einiges überragt! Im Nationalpark selbst gibt es einige unmanaged Campgrounds, die allerdings sehr gut in Schuss sind und schön unterteilt (wurden wohl neu gemacht - in Zukunft auch im Internet buchbar), haben allerdings nur pit toilets (=Plumpsklo) und teilweise auch Kaltwasserduschen (da hängt ein Eimer, mit nem Duschkopf dran, man füllt dann oben einfach Wasser rein und kann herrlich kalt duschen ![]() Natürlich den Platz, neben dem das Wallaby grast!!! Und falls ihr glaubt, das Wallaby wäre weggehüpft, bloß weil wir da kommen, dann täuscht ihr euch! Ich hatte ausreichend Zeit viele, viele (sehr viele) Fotos zu schießen. Abends haben wir dann ein schönes Lagerfeuer gemacht und als echter Pfadfinder, kam dabei natürlich noch die Idee des Stockbrot-machens auf. Wir haben uns dann allerdings an die Alufolie auf dem Grillrost gehalten und nicht an dicke Stöcke ![]() Kurz vor dunkel gab sich dann noch ein kleines Wallaby die Ehre und hopste 3mal ausm Gebüsch raus und wieder rein. Es war dabei leider ziemlich schnell, daher nicht gut für ein Foto, es gibt allerdings ein kurzes Video, aufgepasst, dann seht ihrs! Link zum Video Thursday, January 6. 20116.1. Aire River West - Otway - Port Campbell - Küste dahinter
Kilometerstand: 448776
Am nächsten Morgen weckte mich (Felix nicht, der hat einen viel zu guten Schlaf!) dann dieser kleine Vogel auf: Der Kleine hoppste unentwegt vorne auf unsere Windschutzscheibe herum und pickte dagegen (wobei es da definitiv nichts zu essen gab!). Meine Vermutung ist ja, dass wir seinem Nest zu nahe gekommen sind, aber dass er dann gleich so eine Ausdauer an den Tag legen muss! Die einzigen Wege weg vom Campingplatz waren die "Gravelroad" über die wir gekommen waren und eine "Sand Road", der Name sagt schon einiges. Da wir dort vermutlich nicht heile durchgekommen wären, hieß es für uns also: jej, nochmal Gravelroad! Hat Felix aber alles bestens gemeistert und weiter ging die Fahrt. Dieser kleine Ausflug weg von der Straße zeigte uns auch etliche typisch australische Bauernhöfe: weite Flächen, kleine Häuser mittendrin, Kühe und vorallem: Windräder! Die find ich toll, spätestens seit ich die Serie "McLeods Töchter" schaue *g* Ebenfalls am Straßenrand zeigte sich dann schließlich auch das erste der so berühmten Straßenschilder: ![]() Erste Etappe des Tages war der Otway Treewalk. Hier führen eiserne Konstrukte von Turm zu Turm in 20-30m Höhe, inklusive einem Turm, der einen auf ungefähr 40m Höhe führt. Erst wenn man dort ganz oben ist, ist man mit den Bäumen hier (fast) gleichauf. Zum drüberschauen langt es allerdings immernoch nicht ![]() Ansonsten wird bei dem Otway Treewalk alles mögliche durcheinander gezeigt und erklärt: mal gibt es einen Dinosaurierpfad mit nachgebildeten Tieren (mal maßstabsgetreu, mal um das 10fache zu klein), mal Erklärungen zur Natur oder eine Aborigine-Gedenktafel, die überhaupt nicht zum Rest passt. Aber oben rumzulaufen ist auf jedenfall ganz witzig, das ganze ist aber auch so gut zugänglich, dass der Kinderwagen gerne mitgeschoben werden darf (wenn ich da an den Treewalk in Malaysia denke, wo ich immer Schiss hatte, wenn es so geschwankt hat, wenn mein Vater mal mit auf der Leiter war...). ![]() ![]() Die Farne hier in Australien hatte ich ja schonmal erwähnt, aber was die hier für Größen annehmen. Wenn sie größer werden, haben sie sogar richtige Stämme, die bis zu 12m hoch werden können! Das sieht dann eher aus wie Palmen, nur das die Blätter oben anders sind: ![]() Sodale, heute hat es nicht für weiteres schreiben gereicht, die nächsten zwei Tage werden aber noch folgen. Es erwartet euch noch: - 12 Apostel - Loch Ardge - tolle Buchten - Thunder Cave - Grotto - Peterborough - Childers Cove - Warnambool Tja und uns erwarten heute und morgen die Grampians (der Grampians National Park - weg von der Küste), danach Ballarat, die Goldgräberstadt und schließlich wieder Melbourne. Danach geht es dann die Küste hoch nach Sydney (oder so ähnlich). 6.1. - Teil 2
Noch ein letztes Wort zum Otway Treewalk: nebst dem Treewalk, den wir für 22 Dollar die Nase abgelaufen sind, gibt es dort noch den Otway Zipline (oder so ähnlich). Dort kann man für stolze 115 Dollar - in Worten einhundertundfünfzig! - so ne Art Seilrutsche wie im Kletterwald mitmachen. Wir konnten es leider nicht einsehen, deshalb weiß ich nicht, ob es nicht noch viel toller ist als vermutet... aber irgendwie fand ich da unseren Kandel Kletterwald mit glaub 16 doch deutlich günstiger
Abfahrt zur eigentlichen Hauptattraktion der Great Ocean Road: die 12 Apostel und alle weiteren Inselchen, die vor einiger Zeit der restlichen Steilklippe den Rücken gekehrt haben und nun langsam aber stetig vom Wind und Wasser abgearbeitet werden. Früher hießen diese abgetrennten Steilklippeninseln wohl "Saw and Piglets", weil das aber nicht so toll klang, wurde es in die "12 Apostles" umbenannt. Angeblich waren es auch mal 12, jetzt sollen es nur noch 8 sein (da die anderen derweilen bereits zerkleinert wurden), welche die da reinzählen und welche nicht, blieb uns allerdings verschlossen. Es gibt jedenfalls deutlich mehr als nur 8 oder nur 12 dieser Apostel. ![]() An den "Gibson's Steps" kann man runter zum Strand laufen und die Apostel aus der Froschperspektive betrachten und natürlich lustige Fotos machen. Die Strände dort sind allesamt beeindruckend und die tollen Buchten herum: ein Traum: Farbkontraste von dem blauen/türkisen Meer zu der weißen Gischt, dann der rote Stein und darauf wachsend die saftig grüne Vegetation. Scheee! ![]() Entlang des 12 Apostel Küstenstreifens (im Port Campbell Nationalpark) gibt es zig Lookout Points, verknüpft mit kurzen Wanderwegen oder Rundgängen, um sich die Buchten oder die Strände von (fast) allen möglichen Perspektiven anzuschauen. Einer weiterer toller Punkt, war die Loch Ardge Bucht. Die Ardge war ein Schiff, dass hier vor x Jahren gekentert ist (man stelle sich vor, man macht eine 3 Monate lange Seereise von England, südlich an Afrika vorbei, über die Antarktis und ist schließlich vor Australien, feiert die letzte Nacht bereits die Ankunft an Bord und am nächsten Morgen bei dickem Nebel kentert das Schiff an den Klippen). Es gab wohl nur 3 Überlebende (2 Menschen, 1 aus Ton gemachter Peacock - anscheinend sehr bekannt *schulterzuck*) und die sind allesamt in dieser Bucht an Land gekommen. ![]() Die nächsten zwei Bilder zeigen eine weitere Bucht (Thunder Cave) mit einer Skizze, die die Erosion besonders schön darstellt. ![]() So langsam wurde es dann bereits dämmrig und eigentlich war unser Plan einfach an einem der Parkplätze stehen zu bleiben. Leider stand an jedem Parkplatz, dass auch im Auto campen verboten sei. Das galt dann allerdings nicht für den Mini-Dirtroad-Parkplatz direkt neben der Straße, der sich allerdings durch tollen Blick aufs Meer wiederum hervortat.
Wednesday, January 5. 20115.1. Apollo Bay - Cape Otway - Aire River West Campground
Kilometerstand: 448644
Nachdem das Internet uns doch etwas länger an Apollo Bay gebunden hat (nachdem unser 4h Account am nächsten Tag nicht fortzusetzen war, obwohl wir noch nicht alles verbraucht hatten und ich ja auch noch bloggen wollte, bekamen wir neue 4h...) fuhren gen Mittag doch noch endlich los. Im Prinzip hatten wir an dem Tag auch nicht viel vor: nach Cape Otway, den Leuchtturm anschauen und dann ab zu einem der kostenlosen first-come-first-serve Campingplätze etwas ab von der Straße. Doch zuerst hieß es die wunderschöne Schlaglochstraße zum Cape hinab zu befahren. Und damit das ganze nicht zu einfach wird, nehmen wir zu den vielen schönen Schlaglöchern noch einen Licht-Schatten-Wechsel hinzu! Allerdings, das war wieder voll toll: entlang des unteren Abschnittes vor dem Leuchtturm wimmelte es in den Bäumen nur so von Koalas! ![]() Die einen dösen, die andern kuscheln, immerhin einer ist auch mal am fressen, ganz genüsslich! Insgesamt kann man das sich vorstellen, wie viele dicke Kugeln auf ganz dünnen Ästen, hoch weit oben in den Bäumen Die sind auf die Entfernung auch garnicht so einfach zu entdecken, wenn sie sich nicht bewegen, sucht selbst: ![]() Am Leuchtturm selbst angekommen begann erstmal die Suche nach dem Eingang. Dort war zwar ein kleiner Kiosk und die boten für teuer Geld auch Führungen an, der Leuchtturm selbst war aber nicht zu sehen (man könnte ja meinen, er müsse gut sichtbar sein) und auch kein Weg dorthin. Schließlich haben wir es doch noch kapiert: man muss dafür zahlen, um den Leuchtturm anschauen zu dürfen: 22 Dollar pro Nase! ![]() Immerhin gabs dann nicht nur den Leuchtturm zu sehen, der sagenhaft schön ist, sondern auch einige weitere restaurierte Gebäude: die Unterkunft der Leuchtturmbesatzung, eine Signalstation, die zu Zeiten des Telegraphen mit Tasmanien und Melbourne kommuniziert haben. Dazu lief noch ein Schauspieler rum, der einen besoffenen ehemaligen Leuchtturmwärter spielte, dem gekündigt worden war. Nachdem wir fast von den Park-schließenden Menschen übersehen wurden, ging es weiter. Ziel war ein Zeltplatz im Otway National Park (in dem wir uns schon seit ungefähr Lorne bewegten), der allerdings nur über eine Gravelroad zu erreichen war. Dumm nur, dass TAB uns das eigentlich nicht erlaubt! Wir dürfen nur "sealed roads", also versiegelte Straßen fahren, lediglich ein kurzer Anfahrtsweg zum Zeltplatz über andere Straßen ist erlaubt. Dieser Anfahrtsweg war eben ein bischen länger (4km). Wir mussten tatsächlich auch unendlich langsam fahren, konnten nur vorwärtskriechen, da sich das Auto sonst schnell aufgeschaukelt hat und konnten so nur die 4W-drive Fahrer beneiden, die an uns vorbeidüsten. Gerade als ich schon vorschlug vielleicht doch lieber wieder umzukehren, kam passenderweise der Campingplatz in Sicht: Ganz idyllisch, an einem Fluss gelegen, grün wohin man schaut, komfortable Plumpsklos und noch massig Platz für weitere Camper. Diese Brücke war allerdings mehr oder weniger - die Betonung liegt auf weniger - vertrauenserweckend, aber man musste ja auch die andere Seite ** Abends konnten wir dann ganz gemütlich draußen herumspazieren, Abendessen kochen und die Natur genießen. Tuesday, January 4. 20114.1. Lorne - Apollo Bay
Kilometerstand: 448587
Es wurde Zeit aufzustehen und aufzubrechen, als die Sonne ein wenig zu heiß wurde und da unser Kühlschrank mittlerweile aus war (die zweite Batterie war wohl aufgebraucht) sind wir lieber schnell weiter um einen schattigeren Platz zu finden. Eine Bucht weiter startete auch der Wanderweg, den wir uns für den Vormittag ausgesucht hatten. Es gab dann aber erstmal draußen im Schatten Frühstück bevor es losging. Der Wanderweg sollte ein Rundweg sein: hoch zu den Sheoak Falls (nix großer Wasserfall, eher ein putziger kleiner, aber mit tollem Regenbogen vorm Wasser!), dann den Sheoak River entlang, zu einem Picknick Platz und wieder zurück. Der Anfangsweg ging noch an der Great Ocean Road entlang (2. Foto) und dann aber rein ins Tal, ins Landesinnere. Es ging eigentlich immer durch den Wald, vorbei an Eukalyptus Bäumen noch und nöcher (da möchte man kaum glauben, dass es zuwenig Eukalyptus für die Koalas gibt), schöne, dicke Farne (nicht so weich wie in Deutschland) und entlang schöner Wanderwege und über kleine Brücken. Bäume unterschiedlichster Größen: groß und dünn oder breit und dann oftmals schwarz oder ausgehöhlt. Einen Monsterbaum hab ich für euch (ja, auch für mich) fotographiert. Der Weg selbst war schier gepflastert mit den großen Rindestücken von Bäumen. Die Bäume schälen sich komplett und so ist der Weg, aber auch der Wald voller Rindestücken (teilweise nicht geradeklein, das eine Stück konnte ich schon fast als Wanderstock verwenden!) An der Sheoak Picnic Area angekommen bot sich mir eine kleine Überraschung. Da läuft man einige Kilometer durch den Wald und kommt raus an einer riesigen Lichtung mit Toilettenhäuschen, Picknickbänken und bbq areas (nicht nur eine, gleich mehrere, falls hier 3 Gruppen mit je 50 Leuten mal alle gleichzeitig vorbei kommen sollten...). Der zweite Teil vom Rundweg war laut offizieller roter Schilder und Absperrzäune nicht begehbar (due to flooding, track damaged, bridge damaged...). Da den gleichen Weg hin und zurücklaufen aber langweilig ist, haben wir uns den Weg mal genauer angeschaut, mit der Option zur Not doch zurückzugehen. Dass da eine Brücke kaputt sein sollte, damit hatten sie Recht, die war in der Mitte krass nach unten genkickt und der Baumstamm mit 50cm Durchmesser oder mehr, der die Brücke sonst gehalten hat, war einfach eingeknickt). Aber man kann ja alles übertreiben: der Bach war keine 2m breit und keine 30cm tief, es lagen ebenfalls genug Steine im Wasser, sodass wir ohne Probleme trockenen Fusses hinüberhüpfen konnten - no worries! Zurück zum Auto: Weiter gehts! Die weitere Strecke bin dann wieder ich gefahren, das war sehr spaßig. Serpentinen, die sich an der Küste entlangschlängeln. Dabei immer der tolle Blick aufs Meer, auf die Felsen, die Wellen, die an die Küste krachen... kewl, ich hatte spaß (aber man muss schon sagen die Aussis haben ein anderes Verständnis für Geschwindigkeiten: sie stellen 80er Schilder auf an dieser kurvigen Straße! Ich bin nie schneller als 60 gefahren, das ging garnicht anders!). Auf dem Weg nach Apollo Bay haben wir schließlich auch noch Koalas in den Bäumen gesehen. Dort war passenderweise auch ein Turnout, sodass wir direkt anhalten und zurücklaufen konnten (wie soviele andere auch). Die Koalas saßen recht weit oben in den Bäumen, mit bloßem Auge konnte man sie auch ganz gut sehen, meine Kamera kann mit meiner Sehstärke leider nicht so ganz mithalten... An einem Baum saß nur einer und döste, an einem anderen Baum saßen zwei und kuschelten und ein weitere fraß gemütlich Eukalyptus. In Apollo Bay selbst haben wir erstmal Hilfe in ner Touri-Info für die Suche nach einer powered campsite gesucht, allerdings nicht gefunden. Dem Typen dort muste man echt alles aus der Nase ziehen. Sein einziger Kommentar: Nein, alles ausgebucht, bis Ende Januar. Wir haben uns dann aber mühselig noch Telefonnummern erarbeitet und haben die Campingplätze schließlich durchtelefoniert. Wir brauchten ja Strom, der Kühlschrank war seit dem Morgen nicht mehr gekühlt worden! Die ersten zwei Campingplätze waren auch eher mürrisch - nein, nichts frei, bitte auflegen! Mit Nummer 3 hatte ich aber schließlich noch Glück: ein super ausgestatteter Campingplatz (mit kleinen Wohnhauscontainern, neben die man sein Wohnmobil noch stellen kann und Villencontainer, mit Blick aufs Meer) hatte noch einen Stellplatz auf nem Parkplatz neben den Mülltonnen, dafür aber mit Strom! Die Mülltonnen haben nicht gestört und die Hauptsache: wir hatten Strom! Dann noch Internet für 10 Dollar für 4h gekauft (eine Stunde wäre 5 Dollar gewesen) und alles super Wir sind dann erstmal an den Strand (1min Fußweg?), eine Runde im Meer geschwommen (wohl eher geplanscht) und haben uns später in der Campingplatz eigenen Küche Apfelpfannekuchen gemacht (man will ja nicht das eigene Gas verbrauchen, wenn es das woanders inklusive gibt!). Später noch ab den Ort etwas angeschaut und die Kirmes direkt am Strand bewundert (sie haben dort tatsächlich Spiele, die ich von unseren Jahrmärkten nicht kenne). Sprich rundum zufrieden, noch kein allzu arger Sonnenbrand (ich biserl die Schultern, Felix biserl mehr die Stirn) und mit ner großen Runde Internet, konnten wir jetzt auch endlich unsere Bilder hochladen und mit dem Strom vom Campingplatz auch mal wieder richtig lange bloggen, ich mag unseren Campervan! Gruß ins 0 Grad kalte Deutschland, hier sollens morgen wieder 30 werden... Monday, January 3. 20113.1. Queenscliff - Ocean Grove - Torquay - Angleshead - Aireys Inlet - Lorne
Kilometerstand: 448545
Morgens sind wir direkt aufgestanden und haben am Hafen vor Ort gefrühstückt. Um 8.30 Uhr war Treffen an der Schule, wir waren ingesamt so ungefähr 25 Leute. Ich dachte eingetlich das wäre recht viel, hat sich aber rausgestellt, dass das garkein Problem war. Jeder hat einen Wetsuit und Schnorchelausrüstung erhalten, dann hieß es auch schon die anziehen und los aufs Boot. Das Boot war anscheinend früher die erste Fähre. Die Fähren, die heute fahren fassen allerdings einige 100 Autos, unser Bötchen hätte kein einziges aufnehmen können. Leider sind meine Fotobatterien sehr schnell leergegangen (ich hab wohl die falschen erwischt), im Endeffekt war es aber garnicht so schlecht, man war so nicht nur mit fotographieren beschäftigt und hat das Meer nicht nur durch die Linse gesehen. Zuerst sind wir gute 20min raus zu einem kleinen Riff gefahren, auf dem Vögel (Möwen? gelber Kopf...) nisteten und ihre Kleinen großzogen. Dort lagen dann auch zwei Seehunde auf den Felsen und reckten sich der Sonne entgegen. Für uns hieß es ab ins Wasser und entlang des Riffes schnorcheln. Sagenhaft, unten haben sich viele Pflanzen am Riff festgesetzt und wie alles hin und herschwankt und dazwischen große, bunte Fische hin und herschwimmen (die größeren waren so groß wie mein Unterarm!). An der Riffspitze vorbei bin ich keinen Meter von dem Seehund vorbeigeschwommen! Sagenhaft, so nah dran! (und dass das noch weit weg war... dazu kommen wir später). Auch einen Seestern habe ich entdeckt: knallorange zwischen den dunkelroten und grünen Algen (oder was auch immer das war). Zurück an Bord gab es dann heiße Getränke und Kekse. Die Kinder, die dabei waren haben gut gezittert. Im Wasser war es irgendwie deutlich wärmer Per Funk bekam unser Käpt'n dann die Meldung, wo die Delfine sich grad aufhalten. Nichts wie hin! Aus der Entfernung konnten wir zuerst mehrere sehen. Ich bin dann nochmals ins Netz rausgeklettert und dann konnte man zwei Delfine sehen, die im Bugwasser unseres Boots mitgeschwommen sind. Die hatten da tierisch Spaß dran! Dann ist unser Boot entsprechend gekreist und für uns hieß es: ab ans Heck und sich an den zwei Seilen die dort befestigt waren raushängen. Man lag mit Schnorchel im Wasser und hielt sich an Bojen am Seil fest, während das Boot wieder weiterfuhr. Das Ziel hierbei ist, die Delfine von oben anschauen zu können, da sie ja nicht immer an der Wasseroberfläche sind. Es konnten immer 6 Leute gleichzeitig ans Seil und so haben wir uns abgewechselt. Bei meinem ersten Versuch sind die Delfine leider immer nur in großen Kreisen ums Boot geschwommen und ich hab keinen einzigen gesehen. Beim zweiten Versuch war dann ein Delfin direkt unter mir! Keinen halben Meter weg. Und dann drehte er sich hoch, um mich anzuschauen. Heideblitz. Total toll. Aber noch längst nicht alles. Wir sind wieder raus, weil ja noch andere dran waren, aber zwei Versuche weiter wollte manche nicht nochmal raus und wir durften ein drittes Mal! Der Guide hat mich schon die Dolfin-Lady genannt und das hat sich nochmals bewahrheitet: direkt unter uns kreuzten 6 Delfine gemächlich vorbei. Jiiiiiiiiha! Danach ging es direkt weiter zu den Seehunden. Auf dem Weg: kühle Getränke und Obst (ich hab inzwischen gelesen, dass man das bei anderen Anbietern an Bord kaufen muss - hier nicht, es gab alles umsonst - quasi umsonst, wir hatten ja auch genug vorher bezahlt). Mitten in der Bucht ist der sogenannte Chinaman's Hat. Eine kleine Plattform, mit einem Spitzdach darüber. So klein war die dann doch nicht, beim näherkommen durften wir feststellen, dass da ein paar dutzend Seehund drauf Platz fanden! Kleine, große, dicke, dünne... one big family Und wir? Mal wieder ab ins Wasser! Hier war die Strömung deutlich stärker, man musste mit den Flossen aktiver schwimmen um beim Hat zu bleiben. Die einzige Anweisung die wir hatten war: nicht zu nah ran an den Hat, sonst könnte es sein, dass ein 300kg Tier auf einen draufplumpst. Hab gehört, das soll sehr unangenehm sein! Also haben wir schön Abstand gehalten, konnten aber trotzdem rundum schwimmen! Die Tiere dort waren alles Männchen, zu alte, um sich zu behaupten oder zu junge, um gegen größere ankämpfen zu können. Einige waren auch im Wasser und so konnte man ganz dicht bei ihnen schwimmen. Einem weiteren Tipp der Instructors folgend, bin ich rangeschwommen an einen Seehund und dann vor ihm abgetaucht. Zuerst hat er sich nicht davon beeindrucken lassen, er war doch grad so schön kopfüber am im-Wasser-hängen aber bei einem meiner weiteren Tauchversuche (übrigens garnicht so einfach, das Neopren gibt guten Auftrieb!) ist der Seehund dann auch eine Runde mitgekommen und mit mir durchs Meer getaucht! Ein Erlebnis, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird! Ich brauch mein Leben lang keine Delfine oder Seehunde mehr im Zoo anzuschauen, schon garnicht, wenn man jetzt miterlebt hat, wie riesengroß ihr eigentlicher Lebensraum ist, das kann kein Aquarium bieten. Zurück am Hafen gabs dann erstmal eine schöne heiße Dusche und dann ging die Fahrt auch schon weiter. Diesmal saß ich am Steuer Auf dem Weg sind wir wieder an tollen Surfstränden vorbeigefahren (den Bells Beach in Torquay haben wir leider nicht mitgenommen, dafür einen anderen Surfstrand in Torquay). Am Strand gibt es häufig lustige wind-gewachsene Bäume, sie haben immer ein sehr grades, sehr dichtes Dach, aber man sieht doch deutlich, wo der Wind in der Regel herkommt Auf der Weiterfahrt haben wir auch einige Gleitschirmflieger gesehen, die von den Bergen raus in Richtung Meer geflogen sind. @Johnny Boy: nur für dich Nächstes Zeil war eigentlich mal einen Platz für die Nacht zu finden, wir haben einige angerufen oder sind vorbeigefahren, in Aireys Inlet und einem weiteren Ort, haben aber nichts gefunden. In Lorne haben wir dann schließlich ein spätes Mittagessen bei einem BBQ Platz eingenommen. In jedem Ort und immer wieder unterwegs am Strand sind Gasgrills aufgestellt, die man meistens auch kostenlos benutzen kann. Wir hatten uns so Fleischpallets geholt und so gab es legga Burger zu Mittag. Da die Nachtplatzsuche bei Campingplätzen erfolglos blieb und wir aber auch noch genug Strom hatten, haben wir uns schließlich einen netten Parkplatz in einer Bucht ausgesucht. Wir hatten eine tolle Aussicht und alles andere war ja im Campervan bereits vorhanden. Abendessen gab es dann allerdings im Bus selbst, es war doch ein wenig frisch (da mal wieder seeeeeeehr windig). Sunday, January 2. 20112.1. Melbourne - Geelong - Portarlington - Queenscliff
Kilometerstand MEL: 448266
Kilometerstand: 448434 Abfahrt! Jej, endlich "on the road". Australien, wir kommen! Da Felix bisher der einzige mit links-Erfahrung war ist er auch erstmal das weitere Stück gefahren, ich muss auch sagen, sehr souverän, vielleicht ein bischen linkslastig (klingt jetzt komisch so, aber tatsächlich fährt man intuitiv eher links in der Spur, da man als Fahrer ja sonst auf der anderen Seite sitzt und den linken Rand eigentlich direkt neben sich kennt). Raus aus Melbourne, danach erstmal Autobahn fahren. Garnicht so schwer. Allerdings trotzdem noch komisch anzusehen, alle fahren sie falsch... irgendwie. Neben der Autobahn gibt es immer einen Notstreifen, mal breiter, mal schmaler. Und tatsächlich sind hier teilweise auch Fahrradfahrer erlaubt! Auf der Autobahn! Naja, eher neben, aber ... krass oder? Unser erster größerer Stopp war in Portarlington. Hier sind wir auf einen Parkplatz gefahren, ein bischen rumgelaufen (am Strand sind alles nur Surfer und an der Mole sind alles nur Angler - die zwei Hauptsportarten der Austrlier wie es mir scheint!). Zurück am Auto haben wir dann auch zum ersten Mal unseren internen Gasherd getestet. Es gab ganz klassich: Nudeln mit Soße, in der Hoffnung, dass man da nicht allzu viel falsch machen kann Weiter ging die Fahrt nach Queenscliff. Der eine Grund, wieso ich dahin wollte, ist das es an einer fast-schon-Halbinsel Spitze liegt, die die Bay unterhalb von Melbourne umschließt. Der andere/eigentliche Grund war, dass ich in Melbourne im Internet gelesen hatte, dass sie dort "Swimming with the dolfins" anbieten. Joa und das klang in der Tat äußerst reizvoll ("haben will!"). Die Touri-info war super, bestätigte dies auch und nannte uns bereits den ersten stolzen Preis von 130 Dollar hierfür, aber das sollte mich nicht abschrecken. Also: am Hafen vorbeigefahren und direkt beim Anbieter nachgefragt: jupp, es sind noch 2 Plätze frei für die Tour morgen um 8.30 Uhr. Au spitze! Allerdings hieß das, das wir über Nacht in der Nähen bleiben mussten, sprich wir mussten noch eine "Accomodation" ausfindig machen, das war eigentlich so nicht geplant Puha, das war geschafft. Danach haben wir noch die zwei Leuchttürme verglichen (der am Hafen: komplett metallen, mit Rundweg zum hochlaufen, gute Aussicht aber kein Stil, der an unserem Campingplatz: schööööööööön. Am Campingplatz haben wir uns dann auch das erste Mal den Wassertank aufzufüllen versucht... kurz gesagt: Felix hat sich nass gemacht *g* Saturday, January 1. 2011Neujahr
01.01.2011
Was macht man an Neujahr? Länger ausschlafen! Richtig und zwar eine halbe Stunde länger als am Tag davor Danach sind wir etwas durch die Stadt getingelt und mussten leider feststellen ,dass die Victoria Markets, da Feiertag, geschlossen waren. Stattdessen haben wir ein anderes Geschäft gefunden, ihr dürft raten welches: ![]() Geöffnet war zum Glück das Melbourne Gaol - das ehemalige Stadtgefängnis, das bis 1994 noch in Betrieb war. Hier konnte man an sich alleine umschauen oder auch an zwei Aktionen teilnehmen: einmal wie ein Häftling behandelt zu werden und inhaftiert zu werden und dann noch an einem Gerichtsprozess für "Ned Kelly" teilnehmen (der letzte Buschbandit - recht bekannt, zumindest hier). Wir wurden in einen breiten Flur geführt und die Beamtin brüllte ihre Kommandos durch den Gang: "Frauen nach rechts, Männer nach links. Schulter an Schulter! Nicht anlehnen, Ruhe!" ![]() Danach ging es noch in das richtige Gefängnis, mit seinen kleinen Zimmerchen und schmalen Türen. Hinter so ziemlich jeder Tür lauerte eine Geschichte über einen ehemaligen Insassen (wer hat wen getötet, wie wurde wer überführt, wieso war der zum Tode Verurteilte am Ende doch unschuldig und wieso hat es ihm nichts mehr gebracht...). Ganz interessant, allerdings muss ich zum Zimmervergleich sagen: soviel größer ist unser Hostelzimmer auch nicht... zum Glück haben wir allerdings kein Klo IM Zimmer, die Fenster lassen sich öffnen und nen Kühlschrank und nen Fernseher haben wir auch. Achja, und wir können unsere Tür auch von innen öffnen ![]() Sodale, ich würde sagen, das wars mal von heute, wenn ich immer alles zu ausführlich erzähle, dann haben wir ja keinen Gesprächstoff mehr, wenn ich zurück bin So bleibt noch zu sagen: Frohes Neues euch allen! ![]() P.S. Jaaaaaaa, die Bilder funktionieren grad alle nicht... nicht wundern! Wir haben derzeit nur Internet von McDonalds und was McDonalds an Qualitaet hat wissen wir ja alle... Hoffentlich aendert sich das bald, geniesst derweil ohne Bilder und stellt sie euch vor! Silvester
31.12.2010
Wie schon erwähnt war der erste Hauptakt des Tages das Abholen unseres Campervans. Eigentlich war diese Aktion selbst garnicht das besondere. Eher das falsch fahren danach - sprich links! Auf einer Landstraße mit wenig Abbiegen mag das ja nichts besonderes sein, aber mitten in der Stadt damit beginnen? Himmel und Hölle! Felix hat sich zuerst dran versucht und gleich an der dritten Abbiegung ließ unsere gemeinsame Aufmerksamkeit schon nach - oder anders gesagt, die Intuition gewann bereits wieder die Überhand - und nach dem rechts abbiegen sahen wir auf unserer Spur einen LkW in uns entgegenkommen... das war wohl die falsche Spur, etwas weiter links bitte! ![]() Felix hat sich aber insgesamt ganz gut geschlagen, wir sind auf jedenfall zum Einkaufscenter gekommen (natürlich auch dank meiner genialen Kartenlesekünste frei nach dem Motto, wenn da keine Straßennamen stehen, können wir noch nicht falsch sein!) und haben dann unseren ersten Großeinkauf für unsere Reise tätigen können. Abends bin ich leider wieder etwas müde geworden - nicht so, dass einem andauernd die Augen zufallen, vielmehr eine gesamte Körpermüdigkeit, man wird komplett unmotiviert irgendwas zu tun, einfach nur hinsetzen ist toll... Felix hatte es glaub nicht leicht mit mir. Aber der Wille das Feuerwerk am Abend zu sehen war wohl ausreichend da *g* und es hat sich auch voll gelohnt: Zuerst haben wir das Kinderfeuerwerk um 21.15 Uhr vom Bahnhof aus gesehen, sind dann gemütlich in die Innenstadt spaziert (vorbei an den tollen Tenniscourts) und haben uns nach einer kurzen Sichtung der Innenstadt für einen Grashügel mit Blick auf die umliegenden Hochhäuser ausgesucht. In Melbourne ist eigenes Feuerwerk nämlich verboten und stattdessen gibt es ein zentralers Feuerwerk von der Stadt. "Ein" Feuerwerk ist es eigentlich auch nicht, vielmehr gibt es ca. 12 Stellen (meistens auf Hochhäusern) an denen synchron das gleiche Feuerwerk abgefeuert wird. Das macht schon was her, wenn rund um einen herum überall Feuerwerk ist! ![]() Links das Kinderfeuerwerk, rechts ein Ausschnitt vom "Erwachsenenfeuerwerk". Danach sind wir noch zum Federation Square und haben der dort spielenden Band noch etwas zugeschaut, bis wir schließlich versucht haben durch die Menschenmenge hindurch zum Bahnhof zu kommen. Überraschenderweise war das alles kein Problem. Es waren zwar viele Leute, aber nicht so wie bei "Das Fest" in Karlsruhe, sondern viel "luftiger". Überall ist Platz dazwischen, kein wirkliches Gedränge, Wege sind gut markiert, überall stehen Helfer, die einem den besseren Weg weisen oder zum Beispiel vor der Treppe zur Metro immer wieder den Weg versperren, wenn auf dem Bahnsteig bereits zuviele Leute sind. Hut ab, die sind verdammt gut organisiert, ich bin/war beeindruckt! Lediglich das generelle Alkoholverbot ist so ein bischen schade gewesen Friday, December 31. 2010TAB
Juhu, gleich haben wir unser Autole... und hier haben sie kostenlos Internet
Gestern durch Melbourne getingelt, versucht wachzubleiben, war schier schlimmer als in Shanghai! Nettes Hostel, nah an der Metro, Metro sehr verwirrend (sitze in ner Bahn, weiss nicht welche Linie man drin sitzt oder keine Haltestellen auf Plaenen eingetragen und in der Bahn nicht angesagt... ganz lustig). Abends dann noch am Strand bei Sonnenuntergang und bereits 2 Pinguine gesehen, die dort unten an den Steinen leben... kewl! Sodale, Felix zahlt noch... mal noch nach weiterem Weg schauen. Da ich nicht vorher zu kommen werde, hier schonmal: HAPPY NEW YEAR! Nachtrag (um einigermassen im Zeitstrahl zu bleiben) Noch zwei kleine Nachträge zum Ankunftstag: 1. Shanghai hatte mich übrigens wirklich geschafft. Falls es das Wort "schlaftrunken" noch nicht gibt, würde ich es hiermit gerne einführen. Ich war sowas von körperlich müde und nicht mehr auf dem Damm... die Gangway zum Flugzeug hat geschwankt wie blöd, ich hätte es schier nicht mehr ins Flugzeug geschafft und hab mir dort erstmal diese schönen Papiertüten zurechtgelegt. Hab sie zum Glück aber nicht gebraucht, sondern konnte tief und fest schlafen. 2. Nachdem ich später wach war, konnte ich draußen tolle Bilder anschauen, fliegen ist einfach toll! ![]() ![]() Das zweite ist vermute ich Wüste. 3. Bei der Ankunft am Flughafen in Melbourne darf man (wie vermutlich überall) so tolle Einreiseformulare ausfüllen und da ich meine Wanderschuhe am Schluss eher noch spontan in den Koffer getan hatte, hab ich natürlich nicht dran gedacht, dass Australien sehr strikte Regulierungen für die Einreise hat: man darf keine Gegenstände aus Holz mitbringen, kein Essen (meine 2 Äpfel hab ich nach dem Aussteigen direkt dem Mülleimer übergeben... ich hatte sie schlichtweg vergessen) und vorallem: keine Erde oder kein Sportzeugs, das mit "freshwater" in Verbindung gekommen ist. Nunja, die Wahrscheinlichkeit, das an meinen Wanderschuhen noch Dreck dran ist, hab ich mal als nicht gerade klein eingestuft und deshalb lieber angegeben, dass ich "hiking boots" hätte, die vllt Dreck dranhaben. Also ab in die Schlange derer, die nicht nur "no's" auf der Karte angekreuzt haben. Der nette Officer meinte schließlich: "Probably just walking shoes, right?" - Ich: Ja klar, nur Laufschuhe, letzte Mal schon länger her, dass ich die anhatte (stimmte ja soweit)... Wie auch immer, ich musste meine Schuhe nicht rausholen, der Koffer blieb zu und ich durfte mich in die Q-Line einreihen (Quarantäne vermutlich). Dort hieß es dann Koffer abstellen, Handgepäck auf den Boden, dann lief der kleine süße Hundi vorbei. Schnüffelte kurz hier, kurz da, an uns vorbei, dann wieder zurück, schließlich eindringlicheres schnüffeln an meinem Rucksack und dann setzt er sich doch glatt neben meinen Rucksack! Man könnte jetzt vermute, die Situation sei "gefährlich" oder "ich-fühl-mich-wie-ein-Verbrecher" gewesen, aber so war es in Melbourne überhaupt nicht. Die Beamte waren supernett und erstmal gabs eh ne Runde Applaus und ein Leckerli für den Hund, weil er das so toll gemacht hat. Alle haben sich gefreut und zu mir wurde nur gesagt, ich hätte ja vermutlich vor kurzem da Obst drin gehabt, das der Hund jetzt gerochen hätte? - Tatsache, der Hundi hatte Recht, wir erinnern uns an die 2 Äpfel... faszinierend der Hund! Nachschauen in meinem Rucksack wollte übrigens auch niemand, die haben mir meine Aussage einfach geglaubt! Wir durften weiterlaufen und waren dann auch schon direkt draußen 4. Abends sind wir schön unkompliziert in die Innenstadt und nach einiger Metrofahrplan-studiererei (wir können das ja jetzt, wir sind fertig studiert *g*) auch gut zu unserem Hostel gekommen. Anschließend folgte die erste Tour-de-Melbourne und eine kleine Einkaufsrunde. Um uns (vorallem mich) weiterhin wachzuhalten, sind wir abends dann noch nach St. Kilda an den Strand gefahren. Passend zum Sonnenuntergang waren wir dann unten am Strand und konnten uns des schönen Anblickes erfreuen. Am Ende einer Mole waren standen sehr viele Leute herum und schwenkten ihre Fotoapparate. Da gibts was zu gucken - nichts wie hin! Einfach toll: da saß ein kleiner süßer Pinguin! Rundherum standen freundliche "Protect-the-penguins"-Leute in orangenen T-Shirts, die jedem erzählten, was es hiermit auf sich hat. Anscheinend leben hier 12 Pinguinpäarchen zwischen den Steinen am Ende der Mole und abends kommen die fischenden Pinguine heim um ihrem beim Nest gebliebenen Partner Futter zu bringen. Und wenn der Nestpartner es drinnen nicht mehr aushält, dann wartet er halt draußen auf den "Zuspätkommer". ![]() Kurz darauf kam noch ein zweiter Pinguin raus um frische Luft zu schnappen. Die Pinguine darf man nicht mit Blitzlicht fotographieren, da sie sonst davon gestresst werden. Deshalb haben die orangenen Helfer mit Rotlichttaschenlampen auf die Pinguine geleuchtet, damit wir sie sehen konnten. Pinguine in freier Wildbahn, die auch ihr eigenes Futter suchen und ihr Nest selbst einrichten, aber doch genauso begafft werden wie im Zoo Thursday, October 21. 2010What's happening?
Was ist los?
Das haben sich sicherlich schon einige der treuen Blogleser gefragt. Keine neuen Beiträge, keine aufregenden Erlebnisse, keine kleinen Unwichtigkeiten aus meinem Leben. Traurigtraurig... Das lässt sich aber gut erklären, da ich bis Ende Juli an meiner Diplomarbeit geackert habe und sie Ende des Monats (bzw. an dem Freitag vor dem Ende... der 31. war ja leider ein Samstag!) auch abgegeben habe. Nach der Diplomarbeit haben wir Mathematiker 8 Monate Zeit, um unsere letzten 3 Prüfungen in den Gebieten "Reine Mathematik", "Angewandte Mathematik" und dem Spezialgebiet abzulegen (und die Prüfungen des Nebenfaches, falls noch nicht geschehen). Mein erklärtes Ziel war von Anfang an geprägt durch eine Freundin, die im Vorjahr ihr Studium Ende des Jahres abgeschlossen hatte: Ich hätte gerne ein Diplom unterm Weihnachtsbaum! Demzufolge habe ich nun nicht 8 Monate, sondern 5 Monate Zeit für meine 3 Prüfungen. Ergo: Diplomarbeit abgegeben, ein Wochenende Pause gemacht und los gings mit dem Lernen! Eine Prüfung ist inzwischen schon rum, ich lerne derzeit auf die 2. Prüfung (8.11., 14 Uhr - wer Daumen drücken will) und die dritte wird dann irgendwo vor Weihnachten sein. Allerdings NUR lernen ist ja auch nicht so das wahre... ich hab natürlich doch so einige Aktivitäten hinter mir, derer es sich lohnt von ihnen zu berichten! Auf los, gehts los: --------------------------------------------------------------- Wie ich schon sagte, war meine Hauptbeschäftigung bis Ende Juli meine Diplomarbeit. Thematisch etwas zu erklären, dass lass ich lieber, ich hab zwar auch schon Skalarprodukte anhand von Einkaufslisten erklärt aber ich würde vorschlagen, wer mit einem der Worte FPGA, Impulse C oder SOR-Verfahren was anfangen kann, der meldet sich bei mir direkt, der Rest vom Fest freut sich, dass er das nicht wissen muss. Einzig von Interesse: ich habe dabei folgendes Maschinchen genutzt: Also das Maschinchen da links unten, worauf ich bequem meine Füße ablege (der Rechner da, der hat halt auch FPGAs), das ist quasi ein Kleinauto - vom Wert her (!) - aber trotzallem sehr bequem... --------------------------------------------------------------- Schließlich, am 30. Juli (leider war der 31. schon Wochenende), hab ich dann meine DA abgegeben und bin erstmal bequem ins Wochenende gegangen. Alte Pfadfindergefühle hatten sich mal wieder gemeldet (in Form von Pfadfindern aus Mannheim) und so ging es mal wieder mit dem Zelt und dem Topf auf dem Rücken, den Füßen in den Wanderschuhen und der guten Laune im Gepäck ab in Richtung xyz zum Wandern. Die erste Nacht verbrachten wir im Innenhof der Burg Stolzeneck. Sie hat zwar kein Dach, aber wen stört das schon, wenn er gemütlich abends am Feuer im Burginnenhof sitzen kann, mit Freunden die Singerunde genießen und schließlich unter den Sternen einschlafen kann? Richtig, solange es nicht regnet stört einen sowas nicht! Es war ja auch kein Regen angekündigt. Leider hat sich wer da oben nicht dran gehalten. Morgens früh um 6 Uhr ging der erste Schauer runter, der war aber noch auszuhalten (mit Kohtenplanen zugedeckt), der zweite Schauer keine Stunde später wollte aber unbedingt noch länger die Oberhand behalten und so hasteten wir aus dne Schlafsäcken und haben uns alle mit allem Gepäck unter einem Torbogen gesammelt. Auf dem Gepäck sitzend gabs dann auch kurz darauf Frühstück - wenn man eh nicht mehr schlafen kann Wie nicht anders zu erwarten kam aber gegen 8 Uhr bereits die Sonne raus und die Burg zeigte sich nochmals von ihrer schönsten Seite: ![]() Lustig ging es weiter an diesem Tag, inklusive baden im Neckar und rausfischen einer Flaschenpost (die wir natürlich auch wieder weiter auf die Reise geschickt haben) und schließlich zu einer weiteren Burg (irgendwas mit M*?). ![]() Diese war gefühlt größer als die Stolzeneck, hatte aber sogar einen "Trockenraum". Und zu unserem Glück war dieser sogar mit Holzboden ausgelegt worden. Abends wurde im Burghof gekocht (für manche die dabei waren, ein ganz neues Erlebnis, da erhält man sehr lustige Kommentare) und als die sich anschließende Singerunde vom Regen abgebrochen wurde, verzogen wir uns in diesen schönen überdachten, trockenen Raum. Zähne putzen kann man schließlich auch noch aus dem Fenster und die Gänsehaut, wenn man bei Blitz und Donner auf diese Burgruine schaut, kommt dann ganz von alleine. Ganz von alleine früh um 8 Uhr kamen am nächsten Morgen (Montag) leider auch die Bauarbeiter, die erst in der vorherigen Woche den Boden in dem Raum gelegt hatten und dummerweise am Freitag diese kleine Ecke (wie auf dem Foto zu sehen) nicht fertig bekommen hatten. Kettensäge als neuen Weckerton, innovativ! --------------------------------------------------------------- Ganz nebenbei hatten wir uns dank einiger Ableger von Freunden auch kleine Chilipflanzen, genauer Feuerküsschen zugelegt. Diese kleinen Pflänzchen sind zwar fast schon anspruchsvoll im punkto Wasserbedarf, erfreuen aber dafür umso mehr, wenn sie nach dem Blühen die kleinen schönen Chilis wachsen lassen: --------------------------------------------------------------- Das nächste spektakuläre Ereignis zwischen dem Lernen (jaaa, nix da mit Pause nach der Diplomarbeit, gleich lernen, lernen, lernen...) war der zweite Flugtag in diesem Jahr. Die Fachschaft hatte wieder was organisiert und da ich so einen Schnuppertag einem Freund geschenkt hatte, musste ich doch mit und aufpassen, dass alles richtig gemacht wird. Viel neues im Vergleich zum letzten Mal gab es nicht. Wir hatten diesesmal nur einen Betreuer und da wir eine ungerade Anzahl an Leuten waren, hatte ich als Wiederholungstäter meinen eigenen Schirm. Ca. 5 Flüge habe ich geschafft, diesmal kein Startabbruch und dafür aber mehr Bruchlandungen (nur einmal gestanden). Ein Flug ging doch ziemlich in die Höhe, das hatte unser Betreuer so nicht geplant, aber das Gefühl war fantastisch. Ich wusste auch schon ziemlich vieles schon selber, habe keine detaillierten Kommandos mehr gebraucht, sondern konnte Kleinigkeiten schon selbst. I'm the king! Viel mehr als die anderen bin ich dann aber doch nicht geflogen, da ich meinen Schirm auch anderen geliehen habe, die noch nicht so oft dran waren. Man will eh nicht andauernd die nasse Wiese hochrennen, das ist ganz schön anstrengend! ![]() Fazit des Tages: meine Wanderschuhe müssen dringenst imprägniert werden! --------------------------------------------------------------- Da ich auf meine erste Prüfung (reine Mathematik) nicht alleine gelernt habe, sondern mit Lena, bot es sich an, eine halb-lernen-halb-was-unternehmen-Woche bei Daniels Eltern in Hamburg zu machen. Wir haben einiges unternommen und brav auch ein bischen gelernt (wenn auch nicht soviel wie wir es vermutlich gerne hätten). Das fast spannenste war das ausleihen zweier Wildwasserkajaks (Eskimo Kendo und glaub Xeno), um Lena und Daniel rollen beizubringen (für Tübinger: "Eskimotieren"). Die zwei sind zwar schonmal in so nem Bötchen gesessen, aber das Ding dann einfach mal umzuschmeißen und dann wieder hochzukommen, das war neu ![]() Wir haben ein paar Vorübungen gemacht (alles in den USA bei John Jackson und UMOC gelernt) und sind dann am zweiten Tag dann auch recht weit gekommen. Mindestens eine Rolle hat geklappt! Und dann hat die schicke Kleidung noch ein wenig zu Stargate inspiriert: ![]() Hamburg muss man sich dabei natürlich auch noch anschauen und so sind wir recht viel durch Hamburg spaziert, zum Elbtunnel und auch am neuen Hafenviertel und haben der Aida tschüss gesagt. Von immenser Bedeutung war jedoch auch der folgende Versuch: Gummibärchen in Wasser legen. Jaja, hat bestimmt jeder schonmal gemacht oder? Nur schauten wir dann nach einer Nacht wieder ins Glas und das Gummibärchen war weg! Später wollte ich das Glas dann ausschütten und was fiel mir dabei in die Hand? Das Gummibärchen, nun "riesengroß" und fast komplett durchsichtig! Sachen gibts... ![]() --------------------------------------------------------------- Die Woche zwei Wochen vor der Prüfung war von Anfang an als Urlaubswoche geplant. Wie schon im letzten Jahr fuhren wir mit dem Hochschulsport der Uni Tübingen als Gäste mit nach Slowenien an die Soca. Mit dabei wieder Volker und dieses Jahr auch Lena und Daniel, sie waren jetzt ja schon wassererprobt Die ersten zwei Tage konnten wir auch noch schön paddeln, doch dann war leider Regen angesagt. Am Dienstag waren wir zwar noch ein paar wenige paddelwillige, die trotz Regen auf den Fluss wollten ![]() (hab ich nicht einen schicken rosa Helm?!) ab dem nächsten Tag durften wir aber nicht mehr auf den Fluss, aufgrund des vielen Wassers. Campingplatz mit Schirm war angesagt und so konnte man auf ganz einfache Weise feststellen, ob die Klos belegt waren oder nicht: Donnerstag war das Wetter meistens wieder schön und so entschieden wir uns als Alternative zum paddeln für eine Wandertour auf den "Hausberg" (Svinjak). Auf 400m über dem Meer ging es los, 3h später erreichten wir die 1653m (Zahlen stimmen hoffentlich...). Die Aussicht oben war gigantisch, allerdings war sie das auch schon ab halber Strecke. Als wir oben in den Bereich oberhalb der Baumgrenze kamen, war entfernt ein Gewitter zu erkennen, von dem wir nicht sicher wussten, ob es in unsere Richtung steuerte oder nicht. So sind einige wegen dem Gewitter oder weil es ihnen einfach so bereits reichte schon früher umgekehrt. Lena und ich haben uns aber gemeinsam bis nach oben gekämpft und auch die Wetteranzeichen richtig interpretiert. ![]() Ganz ohne Regen und auf steilen, zur Seite stark abfallenden Pfaden gelangten wir bis zum Gipfel. Das die Knie beim wieder hinabsteigen doch einiges mitzureden hatten, das kann man denke ich ganz gut nachvollziehen. Hier sieht man schöne vorher-nachher Bilder des Flusses um sich ein Bild vom Wasserpegel zu machen: ![]() Auch am nächsten Tag war es laut unserer Betreuer noch zu früh, um sich wieder auf den Fluss zu wagen. Doch uns wurde nicht langweilig, wir haben eine weitere spaßbringende Alternative auserkoren: wenn wir nicht mit den Kajaks dürfen, dann gehen wir eben raften! Dazu sei gesagt, dass etwas mehr Strömung mit den Rafts und einem guten Guide nicht soviel ausmacht und die Gefahr schnell umzukippen wie bei den Kajaks ist quasi nicht gegeben (außer man legt es darauf an, um Sommergäste zu bespaßen). So sind wir ab unserem Campingplatz und mit eigener Ausrüstung bis auf das Raft mit einem Schnellstart (ins Wasser rennen und hineinspringen) den Fluß runter gefahren und erst hinter der Friedhofsstrecke wieder ausgestiegen. ![]() Raft zu fahren ist wirklich toll und was unser Guide da so alles draufhatte, mannmann. Es gab kein links und kein rechts, es gab nur ein "Lena" und "Mareike", da wir ganz vorne saßen und je nach Situation konnte das ganz schnell hintereinander heißen: "Lena vor, Mareike zurück, alle vor, Lena zurück...". Manchmal natürlich aber auch nur, wenn unser Guide seinen Spaß mit uns haben wollte. Um kleineren Stromschnellen (in dem Raft redet man von kleineren Wellen, mit dem Kajak wird man bis oben nassgespritzt wenn man da durchreitet!) etwas mehr Action zu verleihen hat unser Guide uns dann entweder rückwärts oder drehend oder seitwärts kippelnd da durchgeleitet. Das waren alles aber auch gute Übungen für die Friedhofsstrecke. Mannmann, bis ich die mal mit dem Kajak fahren kann, das dauert noch etwas. Riesensteine, wo man nur hinschaut und da kommt man überall durch mit dem Raft... pffff. Aufregend und Armmuskel- und Konzentrationsfördernd, aber genial und natürlich viel zu kurz (1h? 2h?). Am Tag drauf konnten wir wieder auf den Fluss (der letzte Tag) und sind vormittags die obere Hausstrecke mit allen zusammen gefahren. Leider sind auf die Idee noch zig andere Leute gekommen und so war es doch recht voll, vorallem am Frauenschlucker (ne breite Felswand, mitten im Fluss, wo man nicht gegenfahren sollte) war guter Stau (ich hab im Boot ne halbe Stunde am Rand gewartet... gnarf). Am Nachmittag wurde Felix und mir dann noch angeboten auch noch die Koritnica zu befahren (letztes Jahr schon zweimal befahren). Insgesamt muss man sagen, der Fluss hat sich doch wieder verändert und es war ein deutlich spürbares mehr an Strömung als mir noch in Erinnerung. Leider waren meine Kajakqualitäten nicht so gut wie letztes Jahr und so durfte ich meine Kajakgrenzen kennenlernen und habe mehrmals das Wasser von unten gegrüßt und dabei einigen Steinen und Felsen "Hallo" gesagt. Es ist nichts schlimmes passiert, bis auf schöne viele blaue Flecken, aber ich habe meinen Respekt vor dem Fluss nochmals verdoppelt. Immerhin hat eine schöne Rolle doch noch geklappt (vs. 4 Schwimmer) und im Canyon nach dem Einstieg bin ich auch ohne Probleme durchgekommen. Beim Abschluss, dem Koritnica-S, bin ich dann allerdings gleich ganz am Anfang ausgestiegen, da wir wohl den falschen Einstieg gewählt hatten (letztes Jahr ging das noch). Ich denke, ich habe das Boot in Würde die letzten Meter getragen und war dann auch froh, dass Teresa mein Paddel noch hatte einfangen können Sofern es geht: nächstes Jahr unbedingt wieder!!! Saturday, June 19. 2010Antares City - das Gesetz schläft nie
(nur zur Mittagspause)
Dass der Schulterriemen des Wanderrucksackes so langsam Oberhand über die Polsterung desselben gewonnen hat, durfte ich erst feststellen, als wir in Rottweil aus der Bahn stiegen und die kleine Wanderung zum Lagerplatz begann. Ich war eben auch schon länger nicht mehr wandern... Immerhin war ich nicht die einzige, die etwas lehrreiches aus dieser Wanderung lernen sollte: ein Pimpf (so heißt bei uns bei den Pfadis mindestens alles bei dem man von hinten nur einen großen Rucksack mit zwei Beinen sieht) machte die Erfahrung dass Schnitzen beim laufen äußerst schmerzhaft sein kann und kleine Daumenwunden durchaus auch die Hose versauen können. Voller lehrreicher Erfahrungen kamen wir schließlich am Lagerplatz an. Ein Vortrupp hatte Antares-City bereits entstehen lassen und so erwartete uns am Eingangsschild zur Stadt bereits ein Empfangskomitee. Um Einlass zu erlangen hieß es erstmal Ausweis vorzeigen. Für mich hieß dies allerdings erstmal neuen Ausweis beantragen, da mein Ausweis ("Keke Kowboy") auf wundersameweiseweise den heimischen Schreibtisch nicht verlassen hatte und der Sheriff sich nicht sonderlich bestechlich zeigte (hej! das waren gute, qualitative Kölner Kamelle, die ich ihm angeboten hab!). Hier überspringen wir den Rest des Tages, der uns mit dem Aufbau der Kohten, Holzmachaktionen und natürlich Kochen der traditionellen Käsenudeln zum Abendessen beschäftigte. Abends kam wie immer noch eine Singerunde zustande, für einige Pimpfe war es allerdings bereits jetzt "Schlafsack-geh-Zeit". Am nächsten Tag wurde nach dem Frühstück erstmal der Marktplatz eröffnet. Es gab eine Bank, auf der man seine Antares-Dollar (eigens für Antares-City erstellt und bebildert mit großen Söhnen und Töchtern dieser Stadt) auf sein Konto einzahlen oder geschürftes Gold gegen Dollar eintauschen konnte. Direkt daneben war eine Post, hier konnte man für 1 Antares-Dollar Briefe schreiben, diese wurden ungefähr - wann immer ich Lust hatte - einmal täglich in die von den Gruppen vorbereiteten Briefkästen an ihren Zelten eingeschmissen. Mit "im Gebäude" befand sich auch das Sheriffsbüro, was allerdings nicht gleichbedeutend war damit, dass niemand versuche würde die Bank auszurauben. Gegenüber auf der anderen Straßenseite befand sich der Saloon der Stadt, verraucht war er allerdings nicht, allerdings lag doch noch so ein bestimmter Rauchgeruch in der Luft... wie bei jeder unserere Jurten! Im Saloon konnte man für 3 Antares-Dollar diverse Säfte oder Nachos, Salzstangen oder Nüsse kaufen. Außerdem konnte wer wollte sein Glück im Glücksspiel versuchen oder beim klassischen Hufeisenwerfen etwas dazu verdienen. ![]() Soweit zur Einleitung meiner Geschichte. Am Nachmittag geschah nämlich etwas kurioses: Mr. Anderson hatte bereits am frühen Morgen Gold gefunden und zwar soviel, dass er die 120 Antares-Dollar, die er nun besaß lieber gleich auf sein Konto bei der Bank einzahlte. Als er jedoch heute Mittag gegen 14 Uhr etwas Geld wieder abheben wollte (er hat dummerweise alles auf einmal eingezahlt, sich aber nichts für sein heutiges Mittagessen übrigbehalten) bekam er vom Bankangestellten gesagt, das Konto sei bereits wieder aufgelöst worden! Wie konnte das sein? Mr. Anderson wollte das Geld nämlich ansparen, um endlich seine Geliebte aus dem Nachbardorf heiraten zu können, die er allerdings ohne das Geld nicht versorgen könnte, schließlich würde diese 5 Kinder mit in die Ehe bringen. Was also nun? Ab zum Sheriff! Dieser hört sich die Geschichte nur kurz an und beschließt eine Vollversammlung einzuberufen. Also sollen mithelfen diesen Fall zu lösen. Zuerst wird der Bankangestellte befragt: Er sagt aus, er könne sich nur sehr schlecht an Gesichter erinnern (wir erinnern, der Saloon ist direkt gegenüber), er schreibe aber alles penibelst auf! Also werden seine Bücher als Beweismittel hervorgeholt. In ihnen ist auch tatsächlich verzeichnet, dass Mr. Anderson um 11 Uhr, bereits zwei Stunden nach seiner Großeinzahlung, das Geld komplett wieder abgeholt hat. Wie kann das mit rechten Dingen zugehen? Mr. Anderson? Mr. Anderson beteuert jedoch er habe kein Geld abgehoben! Scheinbar eine Zwickmühle. Versucht Mr. Anderson die Bank zu verarschen? Den Sheriff mit seinen Hilfsheriffs? Sogar die ganze Stadt?! Der Bankangestellte beteuert weiterhin dass es Mr. Anderson gewesen sei. Da er sich sehr schlecht Gesichter merken kann, lässt er sich von jeder Person den Ausweis zeigen lässt, um die Identität zu prüfen. "Also Mr. Anderson, ihren Ausweis bitte!", verlangt der Sheriff. Doch was passiert? Mr. Anderson greift in seine Brusttasche, durchkramt seine Hosentaschen, sein Blick wird immer verwirrter. Der Ausweis ist nicht aufzufinden! Womit haben wir es nun zu tun? Tut Mr. Anderson vielleicht nur so, als wäre er er? Gibt er sich nur für jemand Anderen (vermutlich einen Mr. Anderson) aus? Doch nein, auch dies ist nicht richtig, einige kennen den Stadtbewohner mit seinem Plan die holde Schöne mit den 5 Bälgern aus der Nachbarstadt zu heiraten. Identität durch Bürgschaft bestätigt. Nur der Ausweis bleibt verschwunden... und das Geld. Was meinen die Hilfssheriffs? Da muss doch jemand Fremdes den Ausweis von Mr. Anderson gefunden oder sogar gestohlen haben, um sich schließlich mit diesem als Mr. Anderson auszugeben und dessen Konto leerzuräumen. In der Stadt ist schließlich wohlbekannt, dass der Bankangestellte unter zu vielen Saloongängen leidet. Gut, gut, wie weiter? Irgendjemand muss doch den Identitätenklauer gesehen haben? Der Sheriff? Der hatte Mittagspause. Die Post nebenan? Sie könne sich erinnern, dass an dem Vormittag zwei Kunden dagewesen seien, gibt die Postangestellte zu Protokoll. Mr. Anderson, den kenne sie nur vom sehen. An den zweiten Besucher könne sie sich nicht erinnern, da sei sie grade selber mit einer Kundin beschäftigt gewesen, mit der alten Ms. Russell, die Klatsch- und Tratschtante der Stadt und damit der Mittelpunkt eines jeden guten Gerüchtes. Sie kennt jeden, sie beobachtet jeden - die Gardinen an ihrem Haus sind eigentlich nur Statisten, zugezogen werden sie nie, man möchte ja nichts verpassen! Und die gute, alte Ms. Russel weiß natürlich genau, wer an jenem Morgen gleichzeitig mit ihr die Post-Bank-Sheriff Jurte betrat: es war Bob. Der junge Blondschopf Bob. Der Bob-ohne-Job. Kurzzeitig ist Ms. Russel verwirrt, was die Haarfarbe angeht, doch als sie sich an die Gerüchte die Bob umranken erinnert, ist sie sich wieder sicher. Es war wirklich Bob-ohne-Job, derjenige Bob nämlich, der erst vor kurzem wieder (schon das dritte Mal in zwei Wochen laut Ms. Russel's Strichliste) Arm in Arm mit Alice gesichtet wurde, der jungen, züchtigen Tochter des reichen Bürgermeisters dieser Stadt. Ein Skandal, wenn davon der Herr Papa Wind bekommen würde! Also Bob. Doch wo ist Bob? Bei der Versammlung ist er nicht erschienen, auch sonst hat ihn niemand an diesem Tag gesehen. Da dringt aus der Menge ein Schluchzen empor. Ein hübsches, junges Mädchen hat ihr Gesicht in ihren Händen vergraben und weint bitterlich. Das ist doch Alice! Die Alice, die mit Bob...? Psst, ist doch geheim! Der Sheriff tritt zu ihr hin. Ob sie etwas auszusagen hat? Ein Kopfschütteln hilft da nicht, es ist klar, sie scheint etwas zu wissen! Und schon bricht es aus ihr heraus. Auch sie hat Bob seit mindestens zwei Tagen schon nicht mehr gesehen! Damit sie nicht zu oft miteinander gesehen werden, schreiben sich die zwei täglich Briefe. Doch diesmal sind die Briefe ausgeblieben. Doch zum Postamt zu gehen und nachzufragen, das hat sie sich nicht getraut. Es kam also kein Brief bei Alice an und stattdessen klaut Bob einen Ausweis und räumt unrechtsmäßigerweise ein Konto leer? Wo hier der Zusammenhang wohl besteht... liebe Postangestellte, haben sie denn heute die Briefe denn schon ausgetragen? Natürlich, antwortet diese, das mache sie doch gleich als erstes am Morgen. Der derzeitige Briefkasten enthalte also nur Briefe, die nach dem Briefeaustragen heute Morgen abgegeben wurden. Die gute Dame wirkt allerdings etwas nervös. Der Sheriff hat dies auch bemerkt und fragt scheinheilig, ob er mal nachsehen könne, da er ja sowieso nur Briefe mit heutigem Stempel finden würde. Die Postangestellte protestiert, das ginge nicht, es unterliege alles dem Postgeheimnis. Doch hinter ihr rennt ein Hilfssheriff bereits in die Post und krallt sich den Einwurfkasten. Die Postangestellte rennt hinterher und fordert den Kasten zurück, doch der Hilfssheriff lässt sich nicht entmutigen und öffnet den Kasten. In ihm finden sich einige Tage alte Briefe - die gute Dame von der Post hat wohl etwas geflunkert, sie scheint seit Tagen keine Post mehr ausgetragen zu haben - die faule Socke - darunter auch ein Brief an Alice, ohne Absender. Alice versucht nach diesem Brief zu greifen doch wieder sind die Sheriffs schneller. Der Brief wird geöffnet und verlesen: " Liebste Alice, endlich ist der Tag gekommen. Ich habe alles vorbereitet und alles besorgt, wir brauchen nun die Zukunft nicht länger zu fürchten, denn wir können sie unbesorgt gemeinsam bestreiten. Lass uns gemeinsam fortziehen und Antares-City vergessen. Wenn du mir vertraust und mich noch liebst, so treffen wir uns morgen um 12 Uhr an der Brücke. Dein dich liebender Bob " Herzzereißend. Doch lesen wir den Brief nochmal genauer durch. Was genau meinte Bob mit den Worten "Ich habe alles vorbereitet und alles besorgt"? Sie können die Zukunft "unbesorgt" gemeinsam bestreiten. Wie das? Bob-ohne-Job braucht seine Zukunft nicht fürchten? Ist er etwa an Geld gekommen? Es scheint alles gegen ihn zu sprechen. Um sich eine Zukunft mit Alice aufbauen zu können hat Bob Mr. Andersons Geld von der Bank gestohlen! Und nun scheint er auf und davon zu sein. Allerdings, 12 Uhr ist noch nicht so lange her? Vielleicht ist er ja nicht weit gekommen? Ohne Pferd (Bob-ohne-Job-ohne-Gaul) dürfte er nicht allzu weit gekommen sein. Die Meute nimmt die Verfolung auf. Zuerst zur Brücke! Dort finden die Verfolger einen zerknüllten Zettel auf dem Boden liegen: " Ich bin zutiefst enttäuscht. Ich hau ab - B " Bob muss also hier gewesen sein! Doch wo ist er nun? In welche Richtung ist er geflohen? Ein Hilfssheriff ruft vom anderen Ende der Brücke: "Hier! Hier liegt ein Hut!" Den muss unser Flüchtiger wohl fallengelassen haben... hinterher! Denn hinter der Brücke führt nur ein einziger Weg weiter, nicht gerade sehr schlau von unserem Bob. Hinein in den Wald, alle rennen mit: Mr. Anderson, noch immer sein Geld beklagend und die Sheriffe anfeuernd, damit sie Bob und damit auch sein Geld wiederfinden, Alice, die es immernoch nicht so recht glauben kann oder will und natürlich auch die Sheriffs und Hilfssheriffs, die zudem noch versuchen die arme Alice vor der Papparazzi zu schützen. ![]() Immerzu bergauf, doch da macht der Weg eine kleine Biegung und mündet in einer Kreuzung eines größeren Weges. Da! Hinter den Bäumen blitzt ein rotes Halstuch auf! Sofort fallen Schüsse. Die Stadtbewohner verstecken sich hinter Bäumen oder werfen sich flach auf den Boden. Nur der Sheriff und seine Helfer wagen sich noch hervor zu tasten. Doch immer wieder wird hinter dem großen Baum an der Kreuzung geschossen. peng ein Schuss - Bob ist getroffen! Die Sheriffs eilen sofort hinzu und überwältigen Bob, der einen Schuss ins Bein erlitten hat. Bob liegt am Boden, der Sheriff hält ihn fest, alle Stadtbewohner umringen die Szene. Doch Bob hat kein Geld bei sich! Wo ist das Geld? Oder war es garnicht Bob, der es von der Bank abgehoben hat? Der Sheriff wirft einen misstrauischen Blick zum Bankangestellten hin, doch zu seinen Helfern ruft er: "Durchsucht den Wald, vielleicht hat er es nur irgendwo versteckt!". Die Helfer stürmen los, allen voran Mr. Anderson. <Und so gut kann es unser Bob garnicht versteckt haben, keine 5 Minuten später eilt eine fleißige Sucherin herbei, ein großes Bündel Geldscheine in der Hand und überreicht es Mr. Anderson. Dieser ist überglücklich! Bob ist also überführt. Der Sheriff packt ihn, um ihn mit zum Sheriffbüro zu nehmen. Doch Bob wagt einen letzten Versuch und greift nach der Pistole des Sheriffs. ![]() Doch der Sheriff ist schneller, Bobs Fluchtversuch missglückt, Bob wird abgeführt. Mr. Anderson ist überglücklich dass seine Zukunftspläne nun doch wieder in greifbare Ferne rücken, während Alice von den ihrigen nun wohl etwas abrücken muss, zumal sicher sein kann, dass ihr Vater, der Bürgermeister von dieser Geschichte erfahren wird... Was wir nun daraus lernen? Merkt euch ihr Bösewichter, in Antares-City werdet ihr keinen Fuß fassen... THE END Anmerkung an die Kryptographen: es tut mir Leid euch enttäuschen zu müssen, Bob kann wohl auch mal der Böse sein. Beäugt eure Kollegen mal lieber etwas kritischer Saturday, August 15. 2009Zuschaun kann i net...
Wie wahr dieses kurze Zitat aus einem ohrwurm-verdächtigen Lied der Operette "Im weißen Rössl" doch sein kann...
Denn wer auf der Bühne steht, kann nicht im Zuschauerraum sitzen! Dieses Jahr wird in Ötigheim obig genannte Operette aufgeführt. Bis vor Anfang diesen Jahres kannte ich weder Titel noch das Stück selbst. Erst so im Laufe der ersten Proben habe ich mir dann doch mal wikipedia zur Gemüte geführt. 5mal verfilmt und etliche Male auf verschiedenen Theaterbühnen aufgeührt worden. Ein Klassiker der älteren Generation Das sieht man auch deutlich am Altersdurchschnitt der Zuschauer, um es mal fies zu sagen: jedes Altersheim der Region scheint ihren Wochenendausflüge nach Ötigheim zu machen *g* Zum Stück selber ist zu sagen: viel schöne Situationskomik gepaart mit Volksmusik (die ich mal völlig unbewertet lasse, es sind allerdings auch Ohrwürmer darunter). Wer sich das Stück noch anschauen will: Die kommenden zwei Wochenenden bieten die letzte Gelegenheit dazu! Am 23., 29. und 30. August sind die letzten 3 Aufführungen. Es macht denke ich alleine auch schon Spaß mal das etwas andere Theater zu sehen: beim Badischen Staatstheater galoppieren bestimmt keine Pferde über die Bühne und es laufen auch nicht eben mal Ziegen und Kühe den Berg neben den Zuschauern (das "Rütli") runter. Auch die Masse an Leuten, die mitmacht (>150), erlaubt es tolle Szenen darzustellen, das Wirtshaus "Im weißen Rössl" ist immer gut besucht und auf dem Markt ist auch nicht gerade wenig los ... Tja und was ich dabei so eigentlich mache? Ich kellner. Jetzt aber weniger für die Zuschauer und mehr für die Statisten, die unser weißes Rössl besuchen. In einigen Szenen, wenn das Gasthaus vorkommt, laufe ich im blauen Gewande mit ein paar andern Mädels aus unserer Kellnertruppe herum und serviere Kaffee und Kaffee und nuja... Kaffee - wir haben nur Tassen mit Untertellern und Kaffeekannen! Es hat sich inzwischen sogar so eingebürgert, dass manche Gäste-Schauspieler ihre Getränke selbst mitbringen und wir ihnen so auch ab und an mal Sekt, Wein oder Bier servieren können. Was tut man nicht alles der Echtheit halber! ![]() Eigentlich singe ich aber in unserem "Jungen Chor" mit. Wir haben dort nämlich zwei Chöre, den großen und den jungen (kleinen) Chor. So trällern wir bei ein paar verschiedenen Liedern mit, hoffen das vom Gesang auch was bei den Zuschauern ankommt und haben ansonsten unseren Spaß hinter der Bühne und im Orchestergraben. Denn dort bekommt man vieles mit, was dem Zuschauer verborgen bleibt. Wenn im Playback-Style das Sigismund-Lied mitgesungen wird, die Rössl-Wirtin den Gummibärchen von uns nicht widerstehen kann, verschiedenen Leute zu spät am Platz sind, was sonst noch alles schiefläuft und wenn die Tür zur Bühne aufgeht doch klappt. Es macht einfach Spaß
« previous page
(Page 2 of 3, totaling 44 entries)
» next page
|
QuicksearchCalendar
Recent Entries
ArchivesKategorienBlog abonnieren |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
